Vampyr
Mitglied
Hallo zusammen,
vor einiger Zeit habe ich ein kleines Grundstück geerbt, zudem auch ein kleiner Teich gehörte. Das problem daran ist nur, dass dieser in den letzten Jahren ziemlich verwildet ist.
Auf dem Grund befindet sich eine Zentimeterdicke Schlammschicht und das Wasser ist eine grüne Brühe.
Glücklicher Weise sind die Wasserwerte soweit in Ordnung.
Nitirit ist nicht Messbar, der pH-Wert wenn ich mich recht erinnere bei etwa 7,4. Lediglich die Wasserhärte ist ziemlich hoch.
Also war natürlich klar, da muss ein filter her. Da ich anfangs vom Thema Teichfilter soviel Ahnung hatte wie ein KFZ-Mechaniker von einer multiblen Tibiakopffraktur, habe ich erstmal den 100€-Baumarktfilter installiert, der ohnehin rumlag.
Natürlich ohne sichtbaren Erfolg.
Dann habe ich diesen in eine Mauerbütt gestellt und dort eine Filtermatte reingestopft. Das Ergebnis war nicht viel besser, aber etwa 10kg Schlamm ließen sich so entfernen.
Ein Tropfen auf den heißen Stein.
Während dessen habe ich mich im Netz ein wenig zu dem Thema belesen und habe festgestellt, da muss etwas viel größeres her.
So sieht mein momentaner Entwurf aus.
Mittlerweile habe ich es auch geschafft die 2 rechteckigen 300l-Tonnen zu vergraben, zu verbinden und über ein 100er Plastikrohr mit dem Teich zu verbinden.
Die am Meisten gefürchtete Foliendurchführung war das Einfachste dabei. Die Folie habe ich sternförmig angeschnitten, das Rohr durchgeschoben und auf der Außenseite des Teichs die Folie mit Isolierband aufs Rohr geklebt. Darum kam dann auf beiden seiten noch ausreichend Silikon. Dann wurde es wieder vergraben. Diese recht unkonventionelle Lösung war auch auf Anhieb dicht.
Auf Grund der ungeheuren Schlammmenge habe ich mich entschieden, die erste Tonne komplett als Vorfilter zu benutzen. Zumindest, bis der Teich klar ist. Dann reicht eventuell auch ein kleinerer Vorfilter.
Als Vorfilter habe ich mir mit einem Bekannten, der im Kläranlagenbau tätig ist einen Sifi aus edelstahl geschweißt, welcher wie gesagt in der ersten Tonne seinen Platz finden soll.
Für die 2. Tonne habe ich mir vorgestellt, die beiden Pumpen auf einer Höhe von etwa 20cm in der Tonne zu befestigen, dass sie den anfallenden schlamm nicht mit ansaugen. Auf den boden der Tonnen möchte ich dann noch ein U aus gelochten Rohren mit einem Rohr nach oben legen. So dass ich dann dort einen Schlammsauger etc anschließen und ihn so reinigen kann.
Das eigentliche Problem ist, dass ich als Filter jetzt nurnoch eine 300l-Tonne zur Verfügung habe und diese möglichst effizient nutzen möchte. Und da brauche ich mal den rat von ein paar alten Hasen, da ich mich wie gesagt in der Materie nicht sonderlich gut auskenne.
Ich habe außerdem mit dem Gedanken gespielt ggf. so einen kleinen Aquarienbelüfter zu installieren um den aeroben nitrifizierenden Bakterien einen Lebensraum zu schaffen.
Die Frage ist nur, wohin damit. Denn es muss ja auch Platz für die anaeroben Bakterien da sein.
Mein momentaner Aufbau sieht so aus, dass oben in der 2. Tonne eine feine Filtermatte liegt und darunter schwimmen Schlauchstücke und Holzkohle als Ansiedlungsfläche für die Bakterien.
Mein Bekannter, mit dem ich den Vorfilter gebaut habe, machte noch den Vorschlag, den Filter intervallweise zu betreiben. Dafür habe ich mal einen Schaltplan gezeichnet.
An sich ganz simpel das ganze.
Die Pumpe wird durch eine Zeituhr gesteuert. Schaltet diese ab, läuft die Spülpumpe des Sifi noch etwa eine min nach, dass sich das Sieb nicht zusetzt.
Fällt der wasserstand aus irgendeinem Grund in der 2. Tonne unter einen vorgegebenen Wert, schaltet die Pumpe ab. Die Spülung läuft wieder eine min nach, falls eine Verstopfung des Siebes Grund für den Ausfall war, dürfte sich das dann selbst erledigen.
Meine Idee währe nun, die erste Kammer wie gesagt als Vortex zu benutzen (Strömung ist kreisförmig, sogut es bei der Tonne möglich ist).
Wenn man dann beim Abschalten der Pumpe unter den schlamm Luft blasen würde, entspräche das doch in etwa dem Belebtschlammverfahren, wie es in Kläranlagen zum Einsatz kommt.
Zwischen Abschalten der Belüftung und Einschalten der Pumpe würde ich dann auch noch eine Verzögerung von etwa 10min einbauen, dass sich der Schlamm absetzen kann.
Das Problem an der Sache ist nur, dass ich mich glaube erinnern zu können, dass die Bakterien wohl absterben, wenn man die Pumpe zu lange abschaltet. Hat da jemand Ahnung, wie lang man die Intervalle in etwa machen müsste, dass die bakterien es nicht zu schwer haben?
Ich hoffe, das war jetzt nicht zu viel für den Anfang und bedanke mich schonmal im Voraus für eure Hilfe.
Christoph
vor einiger Zeit habe ich ein kleines Grundstück geerbt, zudem auch ein kleiner Teich gehörte. Das problem daran ist nur, dass dieser in den letzten Jahren ziemlich verwildet ist.

Auf dem Grund befindet sich eine Zentimeterdicke Schlammschicht und das Wasser ist eine grüne Brühe.

Glücklicher Weise sind die Wasserwerte soweit in Ordnung.
Nitirit ist nicht Messbar, der pH-Wert wenn ich mich recht erinnere bei etwa 7,4. Lediglich die Wasserhärte ist ziemlich hoch.
Also war natürlich klar, da muss ein filter her. Da ich anfangs vom Thema Teichfilter soviel Ahnung hatte wie ein KFZ-Mechaniker von einer multiblen Tibiakopffraktur, habe ich erstmal den 100€-Baumarktfilter installiert, der ohnehin rumlag.
Natürlich ohne sichtbaren Erfolg.
Dann habe ich diesen in eine Mauerbütt gestellt und dort eine Filtermatte reingestopft. Das Ergebnis war nicht viel besser, aber etwa 10kg Schlamm ließen sich so entfernen.
Ein Tropfen auf den heißen Stein.
Während dessen habe ich mich im Netz ein wenig zu dem Thema belesen und habe festgestellt, da muss etwas viel größeres her.
So sieht mein momentaner Entwurf aus.

Mittlerweile habe ich es auch geschafft die 2 rechteckigen 300l-Tonnen zu vergraben, zu verbinden und über ein 100er Plastikrohr mit dem Teich zu verbinden.
Die am Meisten gefürchtete Foliendurchführung war das Einfachste dabei. Die Folie habe ich sternförmig angeschnitten, das Rohr durchgeschoben und auf der Außenseite des Teichs die Folie mit Isolierband aufs Rohr geklebt. Darum kam dann auf beiden seiten noch ausreichend Silikon. Dann wurde es wieder vergraben. Diese recht unkonventionelle Lösung war auch auf Anhieb dicht.
Auf Grund der ungeheuren Schlammmenge habe ich mich entschieden, die erste Tonne komplett als Vorfilter zu benutzen. Zumindest, bis der Teich klar ist. Dann reicht eventuell auch ein kleinerer Vorfilter.
Als Vorfilter habe ich mir mit einem Bekannten, der im Kläranlagenbau tätig ist einen Sifi aus edelstahl geschweißt, welcher wie gesagt in der ersten Tonne seinen Platz finden soll.
Für die 2. Tonne habe ich mir vorgestellt, die beiden Pumpen auf einer Höhe von etwa 20cm in der Tonne zu befestigen, dass sie den anfallenden schlamm nicht mit ansaugen. Auf den boden der Tonnen möchte ich dann noch ein U aus gelochten Rohren mit einem Rohr nach oben legen. So dass ich dann dort einen Schlammsauger etc anschließen und ihn so reinigen kann.
Das eigentliche Problem ist, dass ich als Filter jetzt nurnoch eine 300l-Tonne zur Verfügung habe und diese möglichst effizient nutzen möchte. Und da brauche ich mal den rat von ein paar alten Hasen, da ich mich wie gesagt in der Materie nicht sonderlich gut auskenne.
Ich habe außerdem mit dem Gedanken gespielt ggf. so einen kleinen Aquarienbelüfter zu installieren um den aeroben nitrifizierenden Bakterien einen Lebensraum zu schaffen.
Die Frage ist nur, wohin damit. Denn es muss ja auch Platz für die anaeroben Bakterien da sein.
Mein momentaner Aufbau sieht so aus, dass oben in der 2. Tonne eine feine Filtermatte liegt und darunter schwimmen Schlauchstücke und Holzkohle als Ansiedlungsfläche für die Bakterien.
Mein Bekannter, mit dem ich den Vorfilter gebaut habe, machte noch den Vorschlag, den Filter intervallweise zu betreiben. Dafür habe ich mal einen Schaltplan gezeichnet.

An sich ganz simpel das ganze.
Die Pumpe wird durch eine Zeituhr gesteuert. Schaltet diese ab, läuft die Spülpumpe des Sifi noch etwa eine min nach, dass sich das Sieb nicht zusetzt.
Fällt der wasserstand aus irgendeinem Grund in der 2. Tonne unter einen vorgegebenen Wert, schaltet die Pumpe ab. Die Spülung läuft wieder eine min nach, falls eine Verstopfung des Siebes Grund für den Ausfall war, dürfte sich das dann selbst erledigen.
Meine Idee währe nun, die erste Kammer wie gesagt als Vortex zu benutzen (Strömung ist kreisförmig, sogut es bei der Tonne möglich ist).
Wenn man dann beim Abschalten der Pumpe unter den schlamm Luft blasen würde, entspräche das doch in etwa dem Belebtschlammverfahren, wie es in Kläranlagen zum Einsatz kommt.
Zwischen Abschalten der Belüftung und Einschalten der Pumpe würde ich dann auch noch eine Verzögerung von etwa 10min einbauen, dass sich der Schlamm absetzen kann.
Das Problem an der Sache ist nur, dass ich mich glaube erinnern zu können, dass die Bakterien wohl absterben, wenn man die Pumpe zu lange abschaltet. Hat da jemand Ahnung, wie lang man die Intervalle in etwa machen müsste, dass die bakterien es nicht zu schwer haben?
Ich hoffe, das war jetzt nicht zu viel für den Anfang und bedanke mich schonmal im Voraus für eure Hilfe.
Christoph