agoser
Mitglied
Hallo. Einige von Euch kennen Teile dieses Textes aus meinem ersten Posting bei den „Einsteiger-Fragen“. Da ich festgestellt habe, dass nicht sehr viel Erfahrung zu meinen ursprünglichen Fragen vorhanden ist möchte ich über meine Erfahrungen in der nächsten Zeit in diesem Thread unter „Ich und mein Teich“ berichten. Ich freue mich über Eure Kommentare und Tipps. Vielleicht nützt es ja auch mal jemandem.
Andreas
Geschichte: Der Vor-vor Eigentümer hat in eine intakte, unberührte Auenlandschaft 4 ca. 200 m2 große Teiche gebuddelt und die dort bis daher stehenden Flusseschen gefällt. Das muss so 15 Jahre her sein. Dann hat er den am Grundstück verlaufenden Bach vollständig umgeleitet und in einer Kaskade in die Teiche gespeist. Er soll angeblich bis zu insgesamt 10.000 Fische dort gehalten haben (Karpfen? Forellen?) Eine Kartenzeichnung ist hier:
Irgendwann ist ihm dann das Landratsamt, der Umweltschutz oder was auch immer für eine Behörde draufgekommen, vermutlich weil er zu sehr mit seinem "Nebenverdienst" geprahlt hat ... Ergebnis, nach kurzem, aber heftigen Prozess: Er wurde verpflichtet dies auf ein für ein Hobby akzeptiertes Maß zurückzufahren und zurückzubauen. Im Zusammenhang damit stand auch wohl sein privater Konkurs mit dem Ergebnis, dass alles verkauft werden musste. In der Urteilsbegründung wurde zwar die Entnahme des Wassers aus dem kleinen Bach (2 l/s) untersagt, die Argumentation lief aber mehr über die Verunreinigung des bis dahin unbelasteten Bachwassers (mit seltener Flora und Fauna) durch die Exkremente der Fische.
Der Rückbau sah dann so aus, dass alle Zuflussrohe (50 cm Durchmesser!) demontiert wurden. Das war wohl vor ca. 8 Jahren. Der Vorbesitzer hat das Grundstück zu diesem Zeitpunkt als Ferienhaus gekauft, aber bezüglich der Teiche nichts gemacht. In diesem Zeitraum ist dann das Wasser bis auf einen Bodensatz in einer unbekannten Geschwindigkeit abgelaufen, versickert, verdunstet.
Aufbau der „Teiche“: Ich nehme an, dass einfach auf ca. unter 50 cm des ursprünglichen Niveaus gebaggert wurde und der Aushub als 100 cm hoher Wall außen herum liegt. Ein paar „Probegrabungen“ haben ergeben, dass nur der lehmige Boden gegen das Versickern schützt – es ist keine Folie vorhanden. Das hat mich stark an das graben an der Wattseite einer Nordseeinsel erinnert. Schwarz, fest, stark durchwurzelt und ein wenig stinkig.
Unser Ziel ist es einen Teich (wohl Nummer 1, da dieser noch am meisten Wasser führt und auch wegen der Lage zu Haus) für ein wenig Badespass (Tiefe 1 m) herzurichten, die andern sollten vielleicht etwas mehr Wasser als bisher führen, damit es netter aussieht und um Flora und Fauna gut zu tun.
Hier übrigens 2 Fotos:
Da wir dem Bach wenig bis gar kein Wasser entnehmen möchten, haben wir folgenden Plan aufgestellt: Ein halbwegs tiefes Loch in Teich 3
buddeln und das sich sammelnde Grundwasser von dort aus in Teich 1 zu pumpen. Das klappt auch prinzipiell, aber es das Grundwasser läuft langsamer nach als zuerst geschätzt (gehofft). Ich habe daher noch einen kleinen Graben Richtung Bach gegraben und es so eingerichtet (20 cm aufgestaut und Überlauf erstellt), dass wenn der Bach nach Regenfällen viel Wasser führt ein Teil in Teich 3 eingeleitet wird, wenn der Bach nicht so viel Wasser führt wird nichts abgezweigt.
Die ursprüngliche Idee die Pumperei mit einer Solar-Pumpe zu erledigen (wegen der Dauerkosten, aber auch daran denkend, dass das alles 60 m von der nächsten Steckdose entfernt ist) habe ich erst einmal auf Eis gelegt und werde bis zum Wochenende eine „normale“ Bachlaufpumpe kaufen.
Ich kann dann ja recht gut berechnen wie viel die Pumpe in 6 Stunden rüberschafft und dann müsste ich ja einen entsprechend höheren Pegelstand messen. Ich bin dann sehr gespannt wie viel von dem gepumpten Wasser in Teich 1 verbleibt :beeten: . Abhängig von den Ergebnissen kann ich dann die elektrische Leitung fest verlegen und den Teich richtig füllen. Ich halte Euch auf dem laufenden.
Andreas
Geschichte: Der Vor-vor Eigentümer hat in eine intakte, unberührte Auenlandschaft 4 ca. 200 m2 große Teiche gebuddelt und die dort bis daher stehenden Flusseschen gefällt. Das muss so 15 Jahre her sein. Dann hat er den am Grundstück verlaufenden Bach vollständig umgeleitet und in einer Kaskade in die Teiche gespeist. Er soll angeblich bis zu insgesamt 10.000 Fische dort gehalten haben (Karpfen? Forellen?) Eine Kartenzeichnung ist hier:

Irgendwann ist ihm dann das Landratsamt, der Umweltschutz oder was auch immer für eine Behörde draufgekommen, vermutlich weil er zu sehr mit seinem "Nebenverdienst" geprahlt hat ... Ergebnis, nach kurzem, aber heftigen Prozess: Er wurde verpflichtet dies auf ein für ein Hobby akzeptiertes Maß zurückzufahren und zurückzubauen. Im Zusammenhang damit stand auch wohl sein privater Konkurs mit dem Ergebnis, dass alles verkauft werden musste. In der Urteilsbegründung wurde zwar die Entnahme des Wassers aus dem kleinen Bach (2 l/s) untersagt, die Argumentation lief aber mehr über die Verunreinigung des bis dahin unbelasteten Bachwassers (mit seltener Flora und Fauna) durch die Exkremente der Fische.
Der Rückbau sah dann so aus, dass alle Zuflussrohe (50 cm Durchmesser!) demontiert wurden. Das war wohl vor ca. 8 Jahren. Der Vorbesitzer hat das Grundstück zu diesem Zeitpunkt als Ferienhaus gekauft, aber bezüglich der Teiche nichts gemacht. In diesem Zeitraum ist dann das Wasser bis auf einen Bodensatz in einer unbekannten Geschwindigkeit abgelaufen, versickert, verdunstet.
Aufbau der „Teiche“: Ich nehme an, dass einfach auf ca. unter 50 cm des ursprünglichen Niveaus gebaggert wurde und der Aushub als 100 cm hoher Wall außen herum liegt. Ein paar „Probegrabungen“ haben ergeben, dass nur der lehmige Boden gegen das Versickern schützt – es ist keine Folie vorhanden. Das hat mich stark an das graben an der Wattseite einer Nordseeinsel erinnert. Schwarz, fest, stark durchwurzelt und ein wenig stinkig.
Unser Ziel ist es einen Teich (wohl Nummer 1, da dieser noch am meisten Wasser führt und auch wegen der Lage zu Haus) für ein wenig Badespass (Tiefe 1 m) herzurichten, die andern sollten vielleicht etwas mehr Wasser als bisher führen, damit es netter aussieht und um Flora und Fauna gut zu tun.
Hier übrigens 2 Fotos:


Da wir dem Bach wenig bis gar kein Wasser entnehmen möchten, haben wir folgenden Plan aufgestellt: Ein halbwegs tiefes Loch in Teich 3

buddeln und das sich sammelnde Grundwasser von dort aus in Teich 1 zu pumpen. Das klappt auch prinzipiell, aber es das Grundwasser läuft langsamer nach als zuerst geschätzt (gehofft). Ich habe daher noch einen kleinen Graben Richtung Bach gegraben und es so eingerichtet (20 cm aufgestaut und Überlauf erstellt), dass wenn der Bach nach Regenfällen viel Wasser führt ein Teil in Teich 3 eingeleitet wird, wenn der Bach nicht so viel Wasser führt wird nichts abgezweigt.
Die ursprüngliche Idee die Pumperei mit einer Solar-Pumpe zu erledigen (wegen der Dauerkosten, aber auch daran denkend, dass das alles 60 m von der nächsten Steckdose entfernt ist) habe ich erst einmal auf Eis gelegt und werde bis zum Wochenende eine „normale“ Bachlaufpumpe kaufen.
Ich kann dann ja recht gut berechnen wie viel die Pumpe in 6 Stunden rüberschafft und dann müsste ich ja einen entsprechend höheren Pegelstand messen. Ich bin dann sehr gespannt wie viel von dem gepumpten Wasser in Teich 1 verbleibt :beeten: . Abhängig von den Ergebnissen kann ich dann die elektrische Leitung fest verlegen und den Teich richtig füllen. Ich halte Euch auf dem laufenden.