Andre 69
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Ich hoffe Rainer wird zu den Auswirkungen was schreiben.
Bei dem "wodurch die Enstehen können", kann sicher "luci" was beitragen.
Das Wort Gesamtgasübersättigung schreiben auch nicht viele. Du kennst ja auch Erhard.
Neun Jahre lang habe ich die 50 mbar Regel nicht beachtet und habe auch in dieser Zeit keine nennenswerten Probleme mit Koi-Krankheiten gehabt. So gesehen kann man der Meinung sein, dass die Schlussfolgerungen überzogen sind. Es handelt sich bei der 50 m Regel aber um Empfehlungen von Fischzüchtern, die jährlich –zig Tausende von Jungfischen aufziehen. Mit Sicherheit schadet es nicht, wenn man seinen Koi ein natürliches und im Tagesdurchschnitt entspanntes Wasser bietet.
1.durch Lösung von Luft oder anderen Gasen unter erhöhtem Druck
2.durch Erwärmung von Wasser,
3.durch Photosynthese von Wasserpflanzen und Schwebalgen
4.fallenden Luftdruck
Allein durch fallenden Luftdruck sind im August 2004 in Oberbayern nach einem extremen Gewitter 20 000 Fische verendet. Eine plötzliche Steigerung der Wassertemperatur um 3 Grad bewirkt in quellnahen Gewässern eine Sättigungssteigerung von 5 Prozent.
Ein bekannter Hobbyist hat mehrfach von der SK/SR Eintragung auf konventionelle Belüftung umgestellt. Bei der konventionellen Belüftung hat er jedes Mal deutlich festgestellt, dass die Koi weniger apathisch und wesentlich lebhafter sind.
Mit Sauerstoff sollte man respektvoll umgehen! Neuere Tierversuche belegen, dass Sauerstoff alles andere als nur ein harmloser Bestandteil der Atemluft bzw. des Wassers ist
Sauerstoffkonzentratoren werden seit 2002 in der Koi-Szene propagiert, das heißt, Langzeiterfahrungen liegen noch nicht vor
Tatsächlich wird GBK auch unter Bedingungen einer starken Sauerstoffübersättigung beobachtet, sofern die Summe der Partialdrucke aller Gase dadurch höher ist als der mechanische Druck in der Umgebung der Blasen.
Zitat Erhard Enzyklopädie Lothar Gehlhaar:Im akuten Fall bilden sich große Blasen in der Haut zwischen den Flossenstrahlen und in den Schuppentaschen, so dass die Fische wie Tannenzapfen aussehen können. Fischbrut kann regelrecht "aufgeblasen" werden. Nach solchen Verletzungen bilden sich auf der Haut oft flächige Verpilzungen. Meist sterben die Fische jedoch in diesen Fällen akut.
Bei der GBK bilden sich in den Augen und unter der Fischhaut kleine Bläschen, die sich zurückbilden, wenn die Gesamtgassättigung wieder unter 100% liegt. Bei dauerhaften Gasübersättigungen dehnen sich die Bläschen auf die Blutgefäße aus, Verstopfungen oder Embolien sind dann in den Kapillaren möglich. Ausfälle ohne erkennbaren Krankheitsbefund, anscheinend grundlos apathische Koi wie auch funktionelle Störungen beim Koi, etwa Seitenlage durch eine einseitig verlagerte Schwimmblase an der Wasseroberfläche schwimmend, am Boden liegend, Augenveränderungen wie Glotzaugenbildung oder Trübung von Hornhaut oder Linse etc., können ursächlich mit der GBK als Langzeitschäden zusammenhängen.
Herrscht über längere Zeit eine schwache Gasübersättigung, so entstehen die Blasen meist allmählich in den Blutgefäßen, besonders in den Kiemen. Teile der Kiemen können durch die Gasembolie absterben. Oder die Gasblasen sammeln sich im Herzen und führen zum Kreislaufversagen. Häufig bilden sich Gasansammlungen hinter einem der Augen und treiben es schließlich aus der Höhle. Die Fische werden dadurch einseitig blind und färben sich auf dieser Körperseite meist dunkel.
Vorwiegend von Seiten der Fischerei wird speziell eine Stickstoffübersättigung verantwortlich gemacht (Leyendecker, Knösche, Hönig et.al.). Von Seiten der Limnologen und Physiker sowie in der neueren amerikanischen Fischereiliteratur wird dagegen eine Gesamtübersättigung mit der Summe aller gelösten Gase als Ursache der Blasenbildung gesehen. Diese Position stimmt auch mit der Funktionsweise des Saturometers und mit physikalischen Überlegungen zur Gasdiffusion zwischen Wasser und Gasblasen überein.
Das ist immer dann extrem, wenn es sich um minimale Wasservolumina handelt, die oft 10 - 20 mal pro Tag durch das Filtersystem geleitet werden. Das führt zu einer fast 100%igen Algenelimination. Wir empfehlen daher dringend, solche extrem gereinigten Systeme mit einem Pflanzenbecken zu kombinieren.
Wo sie nicht vermeidbar ist, kann eine Gasübersättigung aus dem Wasser entfernt werden durch einen möglichst großflächigen und langzeitigen Kontakt mit (überdruckfreier) Luft, z.B. durch Verrieseln. In der Fischzucht erreicht man dies durch Oberflächenbelüfter (Wasserpilz, Schaufelrad) oder durch die Verrieselung über Füllkörper oder Lochbleche, die oft als Kaskaden über einander gestapelt werden.