nik
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AW: Mini Bodenfilter
Hallo,
steht doch schon da.
Es ist einfach ein Irrtum anzunehmen, man könnte einen Bodenfilter mit Schmodder (organischer Biomasse) beschicken und der verschwindet dann. Tut er schon - im Substrat, eine Zeit lang - das ist aber unerwünscht und man muss sich dann nicht wundern, wenn dann der Schmodder dann aus dem Substrat "heraus gereinigt" werden muss. So ein Bodenfilter mit/ohne Pflanzen ist ein Biofilter ...
... und kein Schlammsauger.
Der Schlamm bildet sich im Teich( lein) aus sich zersetzender organischer Masse und hat Pufferfunktion. Der ist in einem bestimmten Maße für das Funktionieren des Biotops notwendig. Wie viel der Teich verträgt muss man herausfinden. Überschüsse werden im Zuge der Teichpflege abgesaugt. Genauso lässt sich anfallende Biomasse auch gleich (manuell, mechanisch oder elektrisch) absammeln bevor sie der sauerstoffzehrenden Zersetzung durch Mikroorganismen anheim fallen und die in der Pflanzenmasse gebundenen Nährstoffe wieder frei werden. Das die Nährstoffe wieder frei werden ist kein Problem, die möglicherweise zu hohe Sauerstoffzehrung und unerwünschte Nebenprodukte wie H2S schon.
Biologische und mechanische "Filterung" sind also zwei paar Schuhe. Lässt sich kombinieren, aber beides bringt unterschiedliche Anforderungen mit sich.
Um das Wasser in Pfützen klar zu bekommen genügt ein VLCV (Suche; Very Low Cost Vliesfilter) völlig. Ich nutze den auch in einer separaten Kammer ein bischen abgewandelt in einer kaum zu vereinfachenden Form. Ein alter 10l Eimer wird unten an der Seite rundum mit Löchern als Ablauf versehen. Auf ein innen eingebrachtes Gitter (wenige cm uber dem Eimerboden) liegen 5, 6, 7 oder genau 11 Lagen
zurecht geschnittenes Dunstabzugshaubenvlies oder ähnliches. Bei mir habe ich noch ein Loch unter den oberen Eimerrand geschnitten - als kontrollierten Überlauf wenn der Durchsatz des Vlieses nachlässt. Das Ganze steht in einer bisschen größeren Kiste mit Rücklauf in den Teich. Oben das Wasser rein und es ist dann nur eine Frage der Zeit (anfangs dauert es ein bisschen) bis das Vlies sich ein wenig zusetzt und dann erstaunliche Feinfilterqualitäten an den Tag legt. Kann man dann nach Bedarf reinigen oder auch nicht. Wenn der Durchfluss zu gering wird, dann läuft der Eimer halt über - bei mir der Normalzustand. Es wird dann nur ein mehr oder weniger geringer Anteil des gepumpten Wassers "gefeinfiltert"
Muss man halt sehen, wann es gut ist. Der lief sogar den Winter durch und gewährleistete so eine ausreichende Sauerstoffversorgung der länger zugefrorenen 1000l GFK-Pfütze. Hat super funktioniert.
Mit freundlichem Gruß
Nik
Hallo,
steht doch schon da.
wenn man Wurzelraumfilter überlastet wird´s natürlich nicht
kolmatiert der Filter ist´s vorbei
genau so gehört eine gewisse Mächtigkeit des Wurzelraum´s dazu um die Biologie in Gang zu halten
bei meinem Wurzelraumfilterhatte ich für´s "Grobe" einen Spaltfilter und 2 Absetzbecken vorgeschaltet
die Komponenten müssen passen !
dafür gibt´s auch keine festgelegte Bauanleitung
Es ist einfach ein Irrtum anzunehmen, man könnte einen Bodenfilter mit Schmodder (organischer Biomasse) beschicken und der verschwindet dann. Tut er schon - im Substrat, eine Zeit lang - das ist aber unerwünscht und man muss sich dann nicht wundern, wenn dann der Schmodder dann aus dem Substrat "heraus gereinigt" werden muss. So ein Bodenfilter mit/ohne Pflanzen ist ein Biofilter ...
... und kein Schlammsauger.
Biologische und mechanische "Filterung" sind also zwei paar Schuhe. Lässt sich kombinieren, aber beides bringt unterschiedliche Anforderungen mit sich.
Um das Wasser in Pfützen klar zu bekommen genügt ein VLCV (Suche; Very Low Cost Vliesfilter) völlig. Ich nutze den auch in einer separaten Kammer ein bischen abgewandelt in einer kaum zu vereinfachenden Form. Ein alter 10l Eimer wird unten an der Seite rundum mit Löchern als Ablauf versehen. Auf ein innen eingebrachtes Gitter (wenige cm uber dem Eimerboden) liegen 5, 6, 7 oder genau 11 Lagen
Mit freundlichem Gruß
Nik
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