AW: Wasserpflanzen, die starke Nährstoffkonkurrenten zu Fadenalgen sind
Hallo zusammen,
die Diskussion über den Nährstoffgehalt des Wassers in Verbindung mit dem Vorkommen von Algen ist ja immer wieder schön zu lesen.

Ebenso gibt es ja unendlich viele Beiträge zu Thema Nährstoffreduzierung durch Einbringen von submersen Pflanzen, geeignetem Substrat, Filterung, etc....eben zur Verhinderung des Algenwachstums.
Ich habe mal den praktischen Versuch gemacht. In kleinem Maßstab...aber immerhin.
Vor zwei Jahren brachte mir mein Partner eine Teichsimse mit, die bei Kunden einfach in normaler Gartenerde stand. Die Simse wurde in einem Eimer zwischengelagert...natürlich mit dem Erdballen...und es wurde Wasser hinzugefügt.
Im Laufe der Zeit habe ich immer wieder mal ein Stückchen
Wasserminze,
Bachbunge und ein paar Fetzen Dreifurchige Wasserlinse in den Eimer geworfen. Ansonsten einfach nur ab und zu Wasser nachfüllt.
In diesem Eimer waren nie Algen!
Die Pflanzen wachsen so schön, dass ich immer mal wieder die eine oder andere rausnehme und in meinem Teich werfe.
Und das alles mit reiner Gartenerde als Substrat.
Nach dieser Erfahrung habe ich jetzt bei meinem Moorbeetminiteich als Substrat gleich ein paar Schaufeln Gartenerde verwandt. Eine Walter Pagel Seerose rein und dann noch ein
Tausendblatt - die aber mitsamt des Topfes und der darin enthaltenen Teicherde. Ein Stück
Hornblatt und ein paar
Wasserlinsen. Fertig.
Das Ganze steht in voller Sonne und wärmt sich teilweise stark auf...also beste Voraussetzungen für Algen aller Art.
Bisher: eine interessante Netzalge - die allerdings auch schon wieder verschwunden ist. Ansonsten: Die Walter wächst wie doof, das Tausendblatt hat 'zig Triebe über die Wasseroberfläche gebildet, die Wasserlinsen werden regelmäßig raus gefischt - damit die anderen Pflanzen etwas Licht bekommen. Das Hornblatt wächst so, wie ich es mir in meinem Teich eigentlich mal vorgestellt hatte - glasklares Wasser, keine Algen.
Tja.
In meinem eigentlichen Teich habe ich sehr sorgfältig auf all die bösen Nährstoffe geachtet. Nur Sand-Lehm-Gemisch, die eingebrachten Pflanzen wurden natürlich vom Pflanzsubstrat gesäubert. Keine oder kaum Fische, keine Fütterung, der gesamte Teichboden ist mit submersen Pflanzen bedeckt...aber dennoch: die Pflanzen mickern (bis auf die Krebsscheren und die
Wasserpest) ...die Algen wachsen schneller. Jedes Messergebnis ergab bisher '0' bei den bösen Phosphaten und den anderen üblichen Verdächtigen.
In meinen Miniteichen habe ich bisher noch nie messen müssen...sind doch super, so wie sie sind

Ist vielleicht am Thema vorbei...aber Versuch und Irrtum. Manchmal geht die Praxis andere Wege.
petra