AW: Miniteich (250l) "gekippt"
Hallo zusammen,
zum Stickstoffkreislauf mache ich es mir mal einfach und verweise auf Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Stickstoffkreislauf.
Die Nitrifikation ist lediglich ein Teilschritt von verschiedenen voneinander abhängigen Prozessen..
Interessant sind auch die Kreisläufe für Schwefel, Phosphor und Kalium.
Wichtig ist das Funktionieren dieser Kreisläufe. Dazu bedarf es der Mikroflora und die spielt eine größere Rolle als mal vorkommende beispielhafte Überschüsse in Nitrat, Phosphat, etc.
Grünes Wasser ist häufig zu einem hohen Anteil bakteriell bedingt, vor allem zur Assimilation fähige, d.h. Chlorophyll besitzende Cyanobakterien. Abdunklung hilft also, ist aber nicht ideal, da es gründlich abgedunkelt werden muss.
Insgesamt ist es eine unerwünschte bakterielle Entwicklung, die sich durch ständige "Unterdrückung" beeinflussen lässt. Unterdrückung meint ständige Reduzierung durch Maßnahmen wie eben Verdunkelung, große und häufige Wasserwechsel, Einsatz eines UV-C Klärers oder auch ein einfaches Fällungsmittel - wie dem, von dem Peter gerade so vehement abgeraten hat.
Solange nicht mit Kupfer, Herbiziden, Pestiziden oder irgendwelchen Stoffen im Übermaß im Wasser oder sonstwo herum gefuhrwerkt wird, d.h. das Biotop nachhaltig kontaminiert wird, sollte man Chemie als das betrachten was es ist - uns alle umgebende unabdingbare Notwendigkeit! Cemie ist natürlich, lediglich die Beschreibung von uns umgebenden, natürlichen Prozessen. Die sinnvolle Anwendung ist der Punkt. Fällungsmittel sind übrigens keine Chemie.
Sinn all dieser Übungen ist es die unerwünschte bakterielle Trübung möglichst zu reduzieren um der Mikroflora als Gesamtkomplex, d.h.Bakterien, Pilze,etc. die Möglichkeit zu geben die der Bakterienblüte inneliegende biologische Funktion anderweitig, z.B. durch sessille und nicht flotierende Mikroorganismen zu übernehmen - dann fehlt den das grüne Wasser auslösenden Mikroorganismen die Grundlage und sie können nicht mehr.
Gegen solche Bakterien-/Algenblüten würde ich schon etwas tun, denn die binden erheblich Nährstoffe. Das geht mitunter soweit das höhere Unterwasserpflanzen schlicht verhungern.
Ich würde bei so einer Pfütze zwei auf einander folgende, vollständige(!) Wasserwechsel durchführen und dann mittels eines Fällungsmittels - Heilerde ist z.B. auch eines, würde ich mal hier im Forum nach dem Begriff suchen - das erneute Aufkommen verhindern. Die Heilerde müsste so zugegeben werden, dass das Wasser klar bliebe. Nach zwei Wochen sollte sich die Mikroflora neu eingependelt haben und das Problem erledigt sein.
Mit freundlichen Grüßen
Nik